Leseforum Schweiz. Literalität in Forschung und Praxis

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Nº. 2020 |1

Paths to literacy

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Das Konzept der Literalität, mit dem erstmals in den frühen 1980er Jahren die komplexen dynamischen Zusammenhänge zwischen sozialen, kulturellen und technischen Aspekten von Schrift und ihrer Verwendung beschrieben wurden, wandelt sich stetig und wird weiterentwickelt. So reden wir heute eher von verschiedenen Literalitäten (literacies) als nur von einer, um ihren spezifischen Merkmalen in unterschiedlichen soziokulturellen Kontexten gerecht zu werden.

Im Fokus von Forschung und Praxis stehen heute auch digitale Kommunikations- und Informationsformen und ihre semiotischen Mittel. Sie ermöglichen neue Erzählweisen, Interaktivität, das Zusammenspiel von statischen und dynamischen Bildern oder Einbezug von Geräuschen und Tönen und erfordern von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen neue literale Fähigkeiten. Diese multimodalen Modi sind gekoppelt an eine Vielfalt von literalen Praktiken, in denen Lesen und Schreiben oft verwobene und nur noch schwer voneinander zu trennende Tätigkeiten sind.